Roswitha Vedder

Shownotes

Roswitha Vedder: http://therapiefalter.de/

Konsensusgruppe Kontinenzschulung: http://www.kontinenzschulung.de/index.html

Inkontinenz

Inkontinenzschulung

Blasenschwäche

BlaseundDarm

Urotherapie

Beckenbodentraining

Physiotherapie

Schlagsahnentrauma

Podcastfolge

Selbstwirksamkeit stärken

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00:00:11:

00:00:12: Hallo ihr Lieben, hier kommt eine neue Folge vom Schlagsahntrauma.

00:00:17: Schön

00:00:17: dass Ihr wieder dabei seid!

00:00:20: Heute ist Rosvita Fedder zu Gast.

00:00:23: Sie isst Urotherapeutin.

00:00:25: Mit ihr spreche ich

00:00:26: über

00:00:27: das heikle Thema Pipi Probleme oder Inkontinenz.

00:00:31: Freut Euch Antworten und Einsichten zu Fragen zu bekommen die ihr vielleicht schon lange hattet aber euch nie getraut habt sie zu stellen.

00:00:47: sind sie heute und wie sind Sie in den Tag gestartet?

00:00:51: Ich bin heute morgen, wie immer mit einem Tee in den Tage startet.

00:00:57: In der Winterhalbzeit sitzen wir vor unserem Kamin, den ich dann wohl sehr fachfrauig anzünden kann und heute Morgen haben wir tatsächlich auf der Terrasse gesessen noch mit Decken in der Ruhe des beginnenden Tages Sri Lankischen, Schwarztee und genießen dann den frühen stillen Morgen.

00:01:23: Das hört sich ganz entspannt an wie schön!

00:01:27: Ja Frau Feder warum stehen eigentlich Frauen oftmals in Schlangen vor öffentlichem Toiletten?

00:01:34: Die stehen da, weil sie sich nicht trauen auf die Männertoilette zu gehen.

00:01:38: Sie stehen da weil sie vielleicht ein Drangproblem haben.

00:01:42: Sie stehen dort, weil Sie vielleicht eines Episoden haben und dort ihre Vorlage wechseln möchten oder weil sie einfach pipi müssen.

00:01:56: Meistens irgendwie geknubbelt?

00:01:58: Ja!

00:02:00: in der Schlange.

00:02:01: Und ich glaube, wir sollten uns viel mehr trauen auf die Männer Toilette zu gehen weil ich habe die Erfahrung gemacht dass die Jungs relativ entspannt sind wenn wir vorbei gehen und sagen aber bei uns ist gerade mal wieder soviel Stau ja oder wir müssen mehr Unisex-Toiletten haben?

00:02:19: Ja das kommt wahrscheinlich vor Feder.

00:02:23: Sie sind eine anerkannte Fachfrau mit vierzig Jahren Berufserfahrung als Physiotherapeutin unter anderem auf dem Gebiet der Urotherapie.

00:02:34: Dieser Begriff ist wahrscheinlich vielen von unseren Zuhörerinnen fremd, was muss ich mir darunter vorstellen?

00:02:43: Also die Urtherapie ist eine Therapieform, die sich tatsächlich um den Bereich des der Kontinenzorgane beschäftigt.

00:02:55: Sie kommt aus den angesächsischen, besonders den skandinavischen Ländern.

00:03:00: Dort wird es auch regelmäßig angewandt.

00:03:04: Das heißt die Standardurotherapie beinhaltet erstmal eine beratende, eine begleitende aufklärende Therapie.

00:03:13: minimal invasiv heisst Wir machen nicht sofort irgendeine Untersuchung oder etwas Invasives, sehr wichtig bei den Kindern.

00:03:23: Sie arbeitet auch daran viele Mythen zu beseitigen die es auch bezüglich von Inkontinenzen oder eines Episoden gibt.

00:03:35: und was ich charmant und besonders finde.

00:03:38: Und für mich eben Anwände ist dieses Begleiten, das begleiten über einen längeren Zeitraum Das sind also mehr als vier sechs acht Wochen von Besonders Kindern Jugendlichen und deren Familien.

00:03:53: weil die Familien die Eltern benötigt benötige ich in der Kindertherapie Weil sie sozusagen co-Therapeutinnen werden.

00:04:06: ohne die Mutter oder den Vater, ist es wahrscheinlich auch schwer mit dem Kind dann ins Gespräch zu kommen.

00:04:13: Das kann ich gut nachvollziehen.

00:04:16: Ihre Praxis trägt den Namen Therapiefalter.

00:04:19: Was verbirgt sich hinter diesem Wortspiel?

00:04:23: Als ich vor zehn Jahren hier die Praxis in Bonn-Lesse nicht eröffnet habe hatte ich mir überlegt Ich möchte das nochmal nur mit meinem Namen hervorheben, sondern etwas was anders ist, prägnant ist und Therapiefalter weil ich Therapie mache.

00:04:46: Und Falter die Raupenimmersat kennt ja auch jeder.

00:04:50: dieser Prozess von diesem kleinen hässlichen Räubchen bis hin zum wundervollen Schmetterling das soll so ein wenig die Therapie zeigen dass man kommt es scheinbar eben nur um weniges geht, ich vielleicht wie das Räubchen hässlich dick bin und letztendlich werde ich selbst wirksam durch das was ich getan habe.

00:05:20: Und dass soll dieses Wort dieses Kunstwort Therapiefalter beinhalten und so ein auch natürlich Alleinstellungsmerkmal darstellen, was vielleicht ein bisschen sperrig manchmal sein kann.

00:05:34: Weil die Leute öfters nachfragen und genau wie sie das gern erklärt bekommen.

00:05:39: Und dann sage ich dass mit diesem Prozess des Falters also der Raupel bis hin zum Falter zum Schmetterling.

00:05:48: Das heißt Sie sehen auch eine innere Entwicklung, die Ihre Patienten bei Ihnen erfahren können?

00:05:56: Also nicht nur irgendetwas an einem Organ sondern vielleicht sogar in ihrem Selbstbild, in ihrem selbst Vertrauen und dadurch auch in ihrer Selbstwirksamkeit.

00:06:11: Ja also wenn ich es ganz runterbrechen würde, würde ich sagen es geht bei mir in keiner Weise mehr darum Muskeln zu trainieren sondern das System neu zu organisieren und dass ist eben mehr als... die Muskulatur und das braucht dann eben auch den ganzen Menschen.

00:06:30: Die ganze Frau, den ganzen Mann und das Kind oder die Familie ja.

00:06:37: Warum sind es meistens Frauen, die zu ihnen

00:06:40: kommen?

00:06:42: Weil Frauen nach wie vor mehr Probleme bezüglich Becken... Also sie haben mehr Beckenbohnenprobleme als die Männer einfach aufgrund unserer Anatomie weil wir Mütter werden.

00:06:57: heißt das kann Frau begleiten von Schwangerschaft und Geburt bis hin ins hohe Alter oder dazwischen in der Menopause.

00:07:07: Das System an sich braucht, also das System Beckenbohnen in dem Fall braucht mehr Therapie als bei den Männern.

00:07:15: die kommen dann also viele klassischerweise mit Prostata-Problemen oder nach Operationen, oder eben auch nach größeren Operationen rund um die Blase oder Darm.

00:07:27: Aber wir Frauen sind einfach aufgrund unserer Anatomie und unserer Hormone leider anfälliger für Probleme.

00:07:36: Wann ist der Zeitpunkt gekommen wo ich als Frau mal darüber nachdenken sollte zu ihnen zu kommen?

00:07:44: Sprich das Wort mir sage, meine nervöse Blase hat mich mal wieder ein bisschen geärgert wo das einfach nicht mehr reicht.

00:07:55: Wo es wirklich sinnvoll wäre zu ihnen zu

00:07:59: kommen.".

00:08:01: Also letztendlich ist ja immer der persönliche Leidensdruck finde ich.

00:08:06: Der richtige Weg sich fachmännischen, fachfrauchen Rat holen wenn das dein Leben beeinträchtigt?

00:08:14: Wenn ich in den sozialen Rücken zugehe, heißt ich mache vielleicht keine Sportveranstaltung mehr.

00:08:22: Ich gehe nicht mehr ins Theater oder ich möchte mir vielleicht auch gar nicht mehr die dummen Kommentare anhören wie du gehst schon wieder zur Toilette oder wir müssen jetzt schon wieder anhalten weil es kann ja multifaktoriell sein das kann ja wirklich sein ich habe eine nervöse Blase weil ich eben nervös bin Blase als vegetatives Organ, wie Herz und Magen darauf reagieren kann.

00:08:47: Es kann aber auch wirklich sein dass da ein Verschaltungsproblem zwischen Blase Schließmuskulatur und Beckenboden Muskulatur besteht.

00:08:56: Und da gibt es manchmal kleine Tricks-Hilfen Training welches Frau dann wieder auf die sichere Seite bringt.

00:09:08: Ja sie haben's gerade schon angedeutet Wie geht denn die Gesellschaft mit einer Frau um?

00:09:15: oder vielleicht auch mit einem Mann?

00:09:17: Aber ich stelle mir jetzt eher die Frau dazu vor, die ständig zur Toilette geht.

00:09:22: Oder die vielleicht auch mal so ein bisschen riecht... Ja,

00:09:30: das ist einerseits dieses Tabuthema.

00:09:33: Es wird ja nicht dann offensichtlich gesagt im Hümmer.

00:09:38: du riechst.

00:09:40: Es wird auch negiert und ich glaube, es ist auch noch das mangelnde Wissen darüber weil wir ja in dieser jungen also vermeintlich jungen Gesellschaft immer so eine Altersassociation haben zu Inkontinenz und uns vielleicht gar nicht vorstellen können dass das auch ne Frau hat die entbunden hat und vielleicht ein Jahr nach Schwangerschaft ungeburt schon ist oder die Frau, die Mitte vierzig im Leben steht.

00:10:11: Also es Man kommuniziert das ja auch nicht.

00:10:17: Sie würden am Nachbarsthauen vielleicht Ihrer Nachbarin sagen, ich habe schon wieder Rücken und wieder Rheinländer heute gerne sagt aber sie würden Ihrer Nachbarn wahrscheinlich nichts sagen.

00:10:26: Ich habe heute schon dreimal eingenässt als ich heute Morgen eine Wäschekorb hochgehoben hab und jetzt hier im Garten versucht habe den Blumentopf in die andere Ecke zu stellen.

00:10:35: heißt es ist schon auch das Tabuthema und dass Frau sich traut sei es dem Partner, den Kindern der Freundin selbst der eigenen Gynäkologin zu sagen ich habe da ein Problem.

00:10:51: Ich muss immer zum Klo oder tatsächlich komme ich nicht mehr trocken zur Toilette.

00:10:56: Das ist selbst in der heutigen Zeit denke ich noch schwierig auch wenn sich da viel ändert und die jungen Kollegen auch sehr progressiver damit umgehen.

00:11:08: ja ich versuche das nochmal bisschen zu hinterfragen.

00:11:14: Denn es ist ja in dem Sinne keine Erkrankung unbedingt, sondern einfach vielleicht eine Muskelschwäche.

00:11:25: und da könnte man doch sagen Ja ich habe eben nicht so viele Muskeln oder die funktionieren nicht so gut aber das können wir gerade nicht.

00:11:35: Das

00:11:35: passt irgendwie nicht bei uns in unser Leben.

00:11:40: Und was ist das da genau?

00:11:43: Ist es dieses Alter oder steckt vielleicht noch dahinter?

00:11:50: Ja, ich würde immer auch sagen die Scham ist ein großes Problem.

00:12:00: Es kann auch ein Stück Gott gegeben sein Zumindest Frauen in meiner Generation mir erzählen, ja das hat die Großmutter gehabt.

00:12:14: Das ist eine normale Entwicklung und es gibt natürlich schon auch Erkrankungen im Bereich des kleinen Beckens, die gut behandelt werden können tatsächlich auch medikamentös.

00:12:30: Es ist für mich immer ein Zusammenspiel.

00:12:33: also heißt als Therapeuten zu schauen, was ist denn hier nötig?

00:12:40: Braucht es vielleicht nur ein bisschen Veränderung der Alltagsgewohnheiten tatsächlich im Trinken in der Art zur Toilette zu gehen.

00:12:53: Meine Muskeln, meine Beckenbodenmuskeln aber nicht nur meine Bekenboden-Muskeln weil das auch zu kurz gefasst sondern Das sind auch die Beine und das ist auch gerade das Chorsystem, heißt die Rumpfmuskulatur.

00:13:08: Es ist wirklich vielfältiger aber wir sind schneller bereit unsere Schulter behandeln zu lassen oder unser Knie als dass wir mit diesen Problemen des Inkontinent zu sein mit Blase und Darm sich Hilfe zu holen.

00:13:27: Ich sag jetzt mal Salopp, egal wo erst einmal den ersten Schritt zu tun.

00:13:32: Weil ich schicke die Menschen ja auch bedingt weiter wenn ich sage das ist hier noch nicht die richtige Adresse sie kommen bestimmt zurück aber da braucht es jetzt hier doch nochmal ein Stück Diagnostik.

00:13:48: Also viel Toleranz bekommen Menschen jedenfalls nicht in dieser Situation.

00:13:55: diese Beobachtung habe ich auch schon gemacht und dann ist es natürlich auch leichter, vielleicht mal einfach eine Windel zu nehmen.

00:14:03: Ich sage jetzt mal bewusst dieses Wort, obwohl das ja in die Baby-Sprache gehört und damit das einfach

00:14:13: weg ist.

00:14:15: also wir schieben das gerne von uns und tun so als wäre das eigentlich gar nicht existent.

00:14:25: Also natürlich sich selber das einzugestehen?

00:14:30: Das ist jetzt doch oder ich sollte da mir Hilfe, Therapie besorgen.

00:14:38: Aber es ist auch so ein Stück.

00:14:40: gehen sie durch den DM Markt schaut man sich die Werbung an was da an Produkten gegen Kontinenzbeschwerden mittlerweile wirklich auch zugänglich ist und dass auch so einen stück vermittelt wird Ja, das ist doch kein Problem immer eine Vorlage zu nehmen.

00:15:01: Und ich sage meinen Frauen gerne Salopp wenn der liebe Gott gewollt hätte dass wir immer vorlagen tragen wären die vielleicht schon eingebaut worden.

00:15:09: also heißt dieses auch dieses was da vermittelt wird oder was scheinbar selbstverständlich?

00:15:17: es ist nicht selbstverständliche.

00:15:19: Ich möchte als frau und soll als fraue nicht permanent mit einer vorlage rumlaufen müssen.

00:15:27: Aber ich glaube, der Schritt da in Therapie zu gehen oder in ärztliche Betreuung und Behandlung.

00:15:36: Die Hemmschwelle ist viel größer als tatsächlich für andere Beschwerden- oder Erkrankungen weil eben Tabuthema, Charme.

00:15:48: Ich glaube es hat auch was damit zu tun, als wäre das ein Stück persönliches Versagen.

00:15:54: aber nein dem is ja nicht so.

00:15:58: Das hängt bei uns Frauen vielleicht durch Schwangerschaft und Geburt, das hat mit unseren Hormonen zu tun.

00:16:05: Und nicht mit persönlichen Versagen!

00:16:07: Natürlich kann ich was für mich tun wenn ich vielleicht mich so wenig bewege und zu wenig trinke oder zu viel trincke mit keine Zeit auf der Toilette lasse.

00:16:18: also es gibt schon... das macht zum Beispiel sehr die O-Therapie so banale Sachen zu hinterfragen oder mit den Menschen zu besprechen dass eben Frauen mir sagen, ja ich habe da so ein Problem.

00:16:31: Ich gehe so oft zur Toilette und dann machen wir einen sogenannten Mixionsprotokoll.

00:16:34: Dann trinkt die, ich sage immer gerne wie in Pony drei Liter!

00:16:38: Keine Frau, die normal gewichtig ist muss drei Liter trinken?

00:16:42: Dann wäre der Umkehrschluss?

00:16:44: Nee, dann gehst du nicht sechs bis acht Mal am Tag zu Toiletten.

00:16:46: Dann gehst Du zehn bis zwölf mal.

00:16:48: Und dann kippen sie hinten über.

00:16:49: Wie?!

00:16:50: Ich soll zehnmal zur Toillette gehen.

00:16:51: Ja und dann auch noch in Ruhe... ...und dann auch auf eine Toilete die Nicht so einladend ist, ja das ist schon eine Challenge.

00:17:01: Also ich sehe schon, dass es nicht mit einer einfachen Lösung verbunden und vor allen Dingen auch sehr individuell.

00:17:09: Welche Botschaft würden Sie denn an der Stelle Frauen geben die mit dem Thema Kontakt haben?

00:17:15: Und nicht so wichtig wissen was mache ich denn jetzt?

00:17:22: also sich schlau machen?

00:17:25: Also tatsächlich, das ist ja heute durch Social Media schon auch möglich.

00:17:30: Also mich schlau machen und dann tatsächlich zu einer Fachphysiotherapeutin zu gehen.

00:17:37: also wenn ich denn dann spüre dass nicht so mehr in Ordnung ist könnte diese Frau ja auch erst einmal nur zur Beratung zu mir kommen.

00:17:54: Wir machen natürlich einen Befund, ich erhebe eine Annamnese.

00:17:58: Dass ich dann sage was denn noch normal ist oder nicht?

00:18:01: Also sich erst mal zu trauen Fachfrauchen Therapie zu suchen das muss sag' ich jetzt auch so keck Das muss gar nicht der Arzt die Ärztin die Gynni sein Sondern es gibt wirklich viele spezialisierte Physiotherapeutinnen Die den Frauen da auch erstmal den Weg bahnen und helfen Mit, was ich schon sagte in Alltagsdingen.

00:18:25: Aber das kann zum Beispiel auch eine Beratung in Pissaren sein damit meine Kontinenz vielleicht besser wird.

00:18:34: oder dass sich da mit beim Sportkontinent bin Das wissen viele gar nicht.

00:18:39: und es wird leider auch weil die sprechende Medizin nach wie vor nicht bezahlt wird.

00:18:45: Dass erfahren auch Frauen oft bei ihrer Gynecologie nicht Oder zunehmend mehr.

00:18:50: aber dass es eben mehr gibt als Inkontinent zu sein und zu operieren.

00:18:56: Es gibt ganz viel dazwischen, das ist immer noch nicht angekommen.

00:19:03: oder es ist vielleicht nicht so bekannt dass es uns spezialisierte Frauen oder Physiotherapeutinnen, Urotherapeuten, Kontinendstrainerinnen gibt.

00:19:16: Wie ist das mit Kindern und Jugendlichen die zu ihnen kommen?

00:19:21: Gibt es da einen Zusammenhang vielleicht zur allgemeinen Entwicklung, Persönlichkeitsentwicklung oder sogar zu seelischen Befindlichkeiten?

00:19:36: Nein.

00:19:39: Es kommen ja zu mir viele Kinder ab dem vierten Lebensjahr mit eines- oder Einkotproblemen.

00:19:47: Da kann ganz schlicht... gewesen sein, dass dieses physiologische Fenster was sich in einem Zeitraum von zweieinhalb Jahren drei öffnet.

00:19:57: Dass das sich gar nicht geöffnet hat oder sofort geschlossen hat, dass diese Kinder gar nicht erfahren haben wie der Körper das ich sage jetzt mal automatisch gelernt hätte.

00:20:10: Das heißt spätestens in dem Moment wenn Kinder zu Schule kommen wird natürlich dieses Problem für die Eltern, bedingt für die Kinder natürlich markant weil sie natürlich nicht in der Klasse sitzen möchten und einessen oder dann doch einessen.

00:20:28: Und da diesen Weg zu finden mit Kind und Eltern Sie trocken zu bekommen in ihrem Zeitraum.

00:20:39: es ist aber auch ein Stück Vermittlung für Eltern und tatsächlich auch für Kindergärten, manchmal auch Kinderärzen obwohl die oft sehr entspannt sind.

00:20:50: Dass es bis zum sechsten Lebensjahr physiologisch sein kann dass ein Kind noch eines ist und laut Leitlinien dann die Therapie erst beginnen würde.

00:21:01: Ich habe aber großes Verständnis dafür das die Kinder oder die Eltern dann aussagen.

00:21:06: Das möchten wir jetzt gerne vor dem Schulbeginn hinter uns bringen, dass das Kind dann auch entspannt und trocken und sauber zur Schule geht und wieder zurückkommt.

00:21:18: Und die Kinder, die ein Stuhlproblem haben, das sind tatsächlich zunehmend mehr Kinder, wie Obstipiert sind, d.h.

00:21:26: Verstopfungen haben noch beeinträchtigender Natürlich sind weil es ja ein Großproblem wird.

00:21:40: Das ist etwas, was mich schon auch umtreibt wo ich denke warum haben wir zunehmend mehr?

00:21:45: Ist es dass das doch mehr kommuniziert wird oder ist es auch weil wir anders leben.

00:21:50: Weil wir Frauen zum Glück nicht mehr so zu Hause sein wollen und können und Kinder eben außerhalb des familiären Rahmens betreut werden?

00:22:04: Selbst wir gehen am liebsten zu Hause, auf Toilette und gerade wenn wir Verdauung haben möchten wir das in einer entspannten sauberen Umgebung erledigen.

00:22:15: Auch dieses ist da multifaktoriell und leider muss man auch sagen braucht es im Bereich der Verstopfung noch ganz viel Aufklärung und Wissen!

00:22:30: Wie sehen Sie sich selbst in Ihrer Rolle als Urotherapeutin?

00:22:39: Das sagen Sie mir nochmal anders, bitte.

00:22:45: Vielleicht wie verstehen sie sich

00:22:47: selbst?

00:22:48: Also sind Sie eine Therapeuten bei der ich mich auf die Liege lege und Sie drücken dann zwei-drei Mal irgendwo an bestimmten Stellen und dann war es das?

00:23:00: Nee, eben gerade nicht!

00:23:04: Ja, ich bin jemand der diese Therapie begleitet, gestalte Veränder in dem ich natürlich klassische physiotherapeutische Skills wie man heute so schön sagt habe und diese auch anwende.

00:23:22: Aber gerade am Anfang sehr viel Beratung mache dass ich erstmal erkläre was.

00:23:34: Was ist die Physiologie?

00:23:36: Ich habe anatomische Modelle.

00:23:39: Dass ich den Menschen, egal ob jüngere oder ältere, männlich, weiblich, denen erst mal sage was in dem Körper passiert.

00:23:48: Das mein Ansinnen ist nicht zu sagen und das irritiert auch Patientinnen!

00:23:54: Jetzt leg dich mal hin.

00:23:55: jetzt machen wir hier unter sie fünf Übungen und die machen sie tapfer.

00:24:00: drei Wochen dem ist nicht so.

00:24:05: Wenn ich mich nicht verändern möchte oder kann, das sage ich den Kindern gerne, Flusen an Mund reden und die tollsten physiotherapeutischen Techniken auffahren dann wird sich das nicht ändern können.

00:24:22: also dieses... Ich begleite die Veränderung, gestalte sie den therapeutischen Prozess aber Ich bin nicht verantwortlich für die messbaren biologischen Resultate.

00:24:33: Also da braucht es diese Selbstwirksamkeit auch und dafür braucht der Mensch Zeit, Zuwendung und einen vertrauten oder geschützten Raum.

00:24:47: Und das ist natürlich in dem Bereich der Medizin.

00:24:54: so wie ich tätig bin Kinderärzte finde ich nach wie vor ein großes Problem, dass das finanziell nicht abgebildet wird und zeitlich.

00:25:05: Aber ich nehme die Freiheit!

00:25:09: Ja wenn Ihre Behandlung... Ich sage jetzt mal bewusst Behandlungen.

00:25:14: Wenn Ihre Be Handlung gut verläuft was ist dann beim Patienten bei der Patientin passiert?

00:25:22: Dass sie oder er oder das Kind von mir weggehen nach Zeitraum X und entweder ein Management für ihr Problem haben.

00:25:35: Das heißt bei einer Frau zum Beispiel auch zu wissen, ich werde beim Spock nicht mehr ganz kontinent sein.

00:25:43: aber mit einem Kontinents-Tampon bin ich das!

00:25:47: Wenn das Kind eben gelernt hat dass es auch eigenverantwortlich die Assistenten sind, so nenne ich das gerne.

00:26:01: Aber dass es eben dafür sorgen kann, dass es trocken bleibt weil es dann ganz schlicht in der Pause zur Toilette geht und wenn ein Unfall passiert mich umkleide, dass ich ausreichend trinke Das ist die erste urotherapeutische Regel.

00:26:18: ohne Trinken Geht nichts!

00:26:20: Das richtige trinken nicht zu viel und zu wenig Dann hoffe ich in die richtige Richtung getan worden ist oder wird.

00:26:34: Ist das der Therapiefalter, der da so langsam sichtbar

00:26:40: wird?

00:26:44: Ja.

00:26:44: Das ist für mich ein Prozess und natürlich sage ich meinen Menschen, Natürlich ist das eine andere Therapie oder eine andere Therapeutart, als wenn ich eine neue Hüfte eingebaut bekommen habe.

00:27:04: Wenn ich das so salopp beschreiben darf der Auftrag ist dann ja offensichtlicher oder klarer.

00:27:11: Ich hatte Beschwerden und dann hab' ich mich zu der Operation entschlossen und die ist gut verlaufen.

00:27:16: gehe ich in die Rehabilitation, weil ich wieder Fahrrad fahren möchte, schwimmen möchte, wandern möchte vielleicht sogar reiten möchte.

00:27:25: Das ist so sehr klar und das Ziel ist sehr vor Augen.

00:27:31: Und bei mir muss ich fairerweise ja sagen es ist so Wir haben den Horizont wir sehen ihn Bis dahin.

00:27:41: Das ist vielleicht schon ein Stück des längeren und auch holprigen und auf- und ab... Ein Auf-und Ab in der Therapie, also gerade bei den Kindern.

00:27:53: Dass ich keinem sagen kann.

00:27:54: sie gehen hier nach sechs Behandlungen oder nach zehn Behandlung raus und alles ist gut.

00:27:59: wenn dem so ist Perfekt!

00:28:03: Aber es braucht von beiden Seiten Geduld.

00:28:11: ja dranbleiben Und diese Implementierung in meinen Alltag.

00:28:21: Ohne das geht es gar nicht!

00:28:25: Diese Implementierungen im Alltag heißt ja auch mit anderen Worten dranbleiben, wiederholen und durch das Wiederholen lernen... Was ist noch notwendig für eine Veränderung beim Patienten?

00:28:47: Die intrinsische Motivation

00:28:49: Das sehe ich auch so.

00:28:52: Aber wie kriegen Sie das hin, dass sie da die vermitteln können?

00:28:59: Ja, dass ich erstmal den Mensch der mir dagegen übersitzt in der Regel am Anfang oder oft sitzt ihn erst mal so als ganzes wahrnehme mit seinen ganzen Befindlichkeiten und Nöten ihm nicht reparieren will.

00:29:20: es ist ja keine Reparatur, keine Reparaturwerkstatt.

00:29:25: Sondern diesen ganzen Menschen zu sehen und eine individuelle angepasste Therapie mit ihm, mit ihr, mit dem Kind zu finden die dann dazu führt dass im glücklichsten Fall der Mensch trocken und sauber

00:29:43: ist.

00:29:45: Und wenn das passiert was macht das da mit ihnen?

00:29:52: Also Bei den Kindern berührt mich das immer sehr, wenn sie auch ihre Selbstwirksamkeit erspüren erkennen und mir tolle Bildchen malen oder Fotos schicken.

00:30:06: Oder dann auch tatsächlich rührende Mails oder was ich nicht so gerne habe aber auch WhatsApp bekommen.

00:30:15: Wir sind trocken!

00:30:21: auch ein Stück dieses, dass ich denke ja.

00:30:26: Ich mache hier eine gute Arbeit im Kleinen, im Verborgenen die mich aber schon sehr befriedigt weil sie einen Bereich anspricht der eben so intim und persönlich ist Das sehr zu schätzen weiß, dass Mensch sich mir gegenüber öffnet.

00:30:57: Weil das ist nicht selbstverständlich darüber zu reden... ...dass ich eben eines Stuhlschmieren habe, dass ich unfreiwillig pupe, dass Frauen Schwierigkeiten in der Sexualität dann hat, dass Kinder gemobbt werden.

00:31:15: und wenn ich da ein Stück dem Menschen helfen kann dann denke ich auch nach vierzig Jahren oder seit zwanzig, fünfundzwanzig Jahren in dem Bereich da sich eine gute Arbeit mache und bekomme auch.

00:31:31: Und das ist ja bei uns Physiotherapeutin auch nicht sehr verständlich so große Wertschätzung und Zustimmung aus verschiedenen anderen Berufsgruppen die dann aussagen.

00:31:45: Machst du einen guten Job?

00:31:48: Da fällt mir spontan ihre Vorstandstätigkeit in der Konsensusgruppe Kontinentsschulung ein, die wir in den Shownauts übrigens auch noch mal erwähnen.

00:32:00: Die werdet ihr dann dort finden.

00:32:04: aber ist das so Ihr Kernanliegen was Sie jetzt gerade formuliert haben Frau Feder?

00:32:10: So nach vierzig Jahren

00:32:12: Berufserfahrungen

00:32:13: genau

00:32:13: das

00:32:14: zu vermitteln und Menschen da in diesen wirklich intimen Fragen zu unterstützen, jenseits von viel Öffentlichkeit sondern in ihrem geschützten Bereich.

00:32:31: Ja

00:32:32: also dieser geschützte Raum und

00:32:35: auch

00:32:38: wie sie sagten diese jetzt die Konsensosgruppe Kontinentsschulung die sich ja vorwiegend auf Kinder und auch noch auf Jugendliche beschränkt Also denen einen Weg zu weisen dass es Hilfe gibt.

00:32:52: Da gibt es Leute, die einem helfen können und das machen wir ja alle auch noch neben dem normalen Beruf aber das ist mir wert diesen Einsatz und dass eben auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

00:33:16: Wie hat denn Ihr Beruf Ihren persönlichen Lebensweg geprägt.

00:33:24: Mein Beruf ist das Stabilste in meinem Leben, also ich bin Jahrgang dreiundsechzig und wenn man weiß dass ich jetzt vierzig Jahre im Beruf bin ohne große Unterbrechung bis kurz vor Entbindung auf dem Petziball gesessen und damals war ich auch schon selbstständig mit Mitarbeiterinnen also auch schnell wieder zurück in den Praxisalltag oder zumindest in dem Verwalten der Praxis gegangen bin ist der Beruf eine ganz stabile Seite oder ein stabiles Teil in meinem Leben, welches ich als Frau auch sehr wichtig finde.

00:34:06: Und werde auch nur einige Jahre machen?

00:34:09: Oder hoffe machen zu können vielleicht sag' ich auch irgendwann auch jetzt reichts und es ist etwas wo ich wirklich auch dankbar für bin eben einen Beruf habe, wo ich nach vierzig Jahren sage ja... Ich mache das gerne.

00:34:28: Das befriedigt mich.

00:34:30: Das ist anstrengend und ich gehe da auch nicht.

00:34:33: wenn man meinen Mann fragte würde er das bestimmt bestätigen?

00:34:37: Ich komme da auch immer freudend strahlend aus der Praxis sondern oft erschöpft.

00:34:42: aber am Ende des Tages ist es ein wichtiger Bereich meines Lebens.

00:34:50: Stabilität war gerade eben ein Schlüsselwort und stabilität ist vielleicht auch für die Blase oder überhaupt für den Backboden wichtig.

00:35:01: Insofern passt das ja auch wieder, vielleicht noch ein letztes ganz kurz noch ein ganz letztes Thema nämlich der Wandel ihres Berufsbildes.

00:35:12: was können Sie uns da noch zu sagen?

00:35:16: Also wenn man so lange im beruf ist wie ich und wirklich durchgängig, kann man da viel erzählen.

00:35:23: Also ich habe tatsächlich angefangen noch als Krankengymnastin Das kennen heute viele nicht mehr beziehungsweise weil das Heilmittel noch Krankengymnastik heißt.

00:35:33: Aber wir waren nettes... Ich sage das so ein bisschen spitznettes Begleitwerk oft der damals noch vorwiegend männlichen Ärzte.

00:35:45: Und wenn man außerhalb einer Klinik eine Reha Klinik oder Reha Einrichtung gesagt habe, ich bin Krankengymnastin.

00:35:53: Da musste ich mich erklären heute weiß jeder was eine Physiotherapeutin ist.

00:35:58: Jeder hat sein Physio.

00:36:00: es gibt überall Physios.

00:36:02: wir werden oder sind dabei uns zu akademisieren.

00:36:06: unsere Wertschätzung ist glaube ich groß mittlerweile und das ist natürlich auch trägt auch zu meiner Freude am Beruf bei, diesen Prozess über vier Jahrzehnte zu erleben und der war nicht nur einfach.

00:36:25: Also dann hat es geheißen die physisch sind übergriffig oder sie machen ihr Ding und die fragen nicht mehr die Ärzte.

00:36:36: aber ist heute schon eine gute und weitgehend Ja, gute große Zusammenarbeit auch über die Disziplinen hinweg.

00:36:47: In manchen mehr in manchen noch weniger aber das ist sehr erfreulich.

00:36:53: also Die Wertschätzung der Fortschritt die Positionierung der Physiotherapie in der Medizin.

00:37:03: ja liebe Frau Feder vielen Dank.

00:37:05: ich glaube da sind sie auf einem wunderbaren Weg.

00:37:11: ganz viel Erfolg ihnen Und ich hoffe, dass wir dieses Thema jetzt auch ein bisschen in die Öffentlichkeit gebracht

00:37:18: haben.

00:37:18: Jedenfalls mit Ihrer Hilfe ganz einzigartig!

00:37:21: Danke schön!

00:37:22: Ja vielen Dank für diese nette Einladung und ich hoffe das auch viele da Schlag sahnen Trauma

00:37:31: hören

00:37:31: und weiterhin hören.

00:37:46: unser Blick auf Blase und Darm mit Rosvita Fetter im Schlagsahntrauma.

00:37:52: Gebt mir gerne ein Feedback per Mail oder WhatsApp.

00:37:56: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:37:59: Und freut euch auf die nächste Sendung, sie kommt am sechsohnzwanzigsten Juni Bis dann.

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